Mittwoch, 9. September 2015

drei wochen

In letzter Zeit ist einiges passiert, auch wenn nur ca. zwei Wochen vergangen sind. Aber mir kommt es dennoch so vor, dass ich Deutschland schon länger verlassen habe & nicht erst seit knapp drei Wochen hier in Thailand 
angekommen bin - seit kurzem fühlt es sich wirklich schon ein bisschen wie „angekommen“ an.

In der Zeit zwischen meinem letzten Eintrag habe ich die zweite & dritte Schulwoche mehr oder weniger gut überstanden, denn auch wenn es nicht so scheint stellt das Unterrichten von (zwar sehr süßen) kleinen, schreienden Thaikids einen des Öfteren mal vor kleinere oder auch größere Herausforderungen.  Aber im Land des Lächelns wird einem  mit einem Lächeln und dem Spruch „pasa Thai nit noi kha“ eigentlich so gut wie  zu alles verziehen.

Vor ca. einer Woche haben Elisa & ich uns (nach zwei Stunde Suche auf dem Roller durch Mae Sai) im Fittnesstudio angemeldet. Das Studio hier hat westlichen Standard und ist meiner Meinung nach sogar noch ein bisschen besser, als das Mobile zuhause.
 Dort haben wir beide auch vor Yoga zu machen, aber leider ist der Yogalehrer momentan noch verhindert, krank oder hat einfach keine Lust zu kommen – wer weiß das bei den Thais so ganz genau…

Das Rollerfahren wird auch immer besser und bis jetzt habe ich mich voll und ganz dran gehalten, immer links von einem Moped runter zusteigen. (Meinen Brandwunden geht es übrigens auch immer besser, seitdem ich mich dann nochmal bei dem netten Ladyboy habe blicken lassen und ich seitdem 4x am Tag Antibiotika nehmen muss, werden sie immer kleiner und verheilen langsam – ein Hoch auf die Pharmacie.)

Wenn man sich mit den Thailehrern unterhält, wird einem fast jedes Wort das man mit ihnen auf englisch gewechselt hat auf Thai übersetzt und man soll es nachsprechen  - Im Grunde eine sehr nette Geste, dennoch auf Dauer anstregend, wenn man in seiner Freistunde vor hat seinen nächsten Unterricht vorzubereiten oder einfach mal das WLAN in der Schule ausnutzen möchte um Instagram, Facebook und co. Zu stalken – Jaaaaaa, auch hier verzichte ich nicht drauf, Schande über mein Haupt haha.  Das Lernen der Sprache zeigt sich dadurch so schwer für mich bzw. uns „Falangs“ (Das Wort Falang ist im Grunde die mehr oder weniger nett gemeinte Bezeichnung für uns weiße Westler), weil die Thais sehr auf die Betonung der Worte bzw. Wortsilben achten und es schon mal sein kann, dass zwei Wörter sich für uns genau gleich anhören, sie aber eine komplett andere Bedeutung haben. Der Unterschied ist lediglich, dass das eine Wort eine abfallende Betonung hat und das andere eine monotone – Klingt schwer, ist es auch haha. Das die Thais so genau auf die Betonung der Worte achten zeigt sich auch im Englischunterricht, denn selbst die kleinsten Unterschiede der Betonung können diese raus hören und sprechen es dir dann wirklich genau so nach man es ihnen vor gemacht hat.

Was mir nach den drei Wochen, in denen ich schon hier bin, am Meisten ins Auge gestochen ist, ist dass  die Thais immer fröhlich sind bzw. immer ein Lächeln auf den Lippen haben. Denn selbst der stärkste Regenschauer und somit die hässlichsten Regencapes machen ihnen scheinbar nicht s aus & sie strahlen mit den kommenden Sonnenstrahlen um die Wetten.
Eine Sache, die ich oder wir Deutschen uns vielleicht sehr zu Herzen nehmen sollten.

Hier in Thailand wird alles extrem gesüßt – das klingt auf den ersten Moment gar nicht so schlecht, denn eigentlich ist es ja ganz praktisch, wenn ich mir den Kaffee nicht noch selber süßen muss haha.
Aber wenn ich schreibe, dass sie ALLES süßen, dann süßen sie ALLES. Die erste Begegnung mit Zucker in dem Sinne hatten wir, als wir herausgefunden haben, dass bei den Nudeln die wir uns bestellen können, Zucker in einem kleinen Tütchen dabei ist und kein Salz.
Ok, gut dann essen die Thais gebratene Nudeln mit Gemüse & Zucker – auch gut. Aber was ganz schön komisch ist, aber durch den Zucker eigentlich ganz lecker schmeck, ist etwas was man bei uns an der Schule zu Essen kaufen kann (Das Essen bei uns in der Kantine ist wahrscheinlich ein eigener Eintrag wert  - LIEBE EvB SCHÜLER, BITTE BESCHWEHRT EUCH NIE WIEDER ÜBER DAS ESSEN AUS UNSERER CANTINE), denn es gibt dort kleine viereckige Gebäckstücke mit Mais gefüllt und mit Zucker ummantelt.
Wenn man den Mais nicht sehen würde, würde man nicht auf Idee kommen Mais zu essen, denn es schmeckt einfach nach nur Zucker haha.
Aber jetzt mal zum eigentlichen Teil meiner Wochenbeschreibung, denn die oben angesprochenen Themen sind Sachen die mir eingefallen sind & an denen ich euch teilhaben wollte.
Um die „normalen“ Tage meiner letzten zwei Wochen zu beschreiben -  ich gehe morgens in die Schule habe dort ein bis vier Stunden am Tag Unterricht (ich habe wirklich im Leben nicht damit gerechnet, dass es so anstrengend sein kann nichts bzw. nicht viel zu machen), bereite den Unterricht dann abends oder vormittags in meinen Freistunden vor, bringe meine Wäsche zur Wäschefrau und hole diese am nächsten Tag wieder ab, gehe jeden zweiten Tag ins Fittnessstudio, besuche das Internetcafé und genieße dort  leckere Getränke wie Iced Caramel Coffee für umgerechnet ca. 1,50€ oder andere Starbuchsähnliche Leckereien oder gehe zum Tesco und/ oder zu lokalen Märkten um mir mehr oder weniger wichtige Dinge zu kaufen.
Dann gibt es aber auch noch „besondere“ Tage – Fangen wir mal mit den Dienstage an, der Dienstag klingt wahrscheinlich eher nicht ganz so spektakulär, ist er im Grunde auch nicht  - bis auf die, sich über uns lustig machenden Kommentare unserer WG Mitbewohner und die uns sagenden, wie schön wir doch aussehen würdenden Kommmentare der Lehrer unserer Schule. Beides bekommen Minou & ich zu hören, weil wir ein lila T-Shirt der Schule geschenkt bekommen haben, welches eben jeden Dienstag getragen werden soll, weil Lila Dienstag ist (Ich poste noch ein Bild dazu, dann wisst ihr warum Dienstags Witze auf unsere Kosten gemacht werden haha).

Des Weiteren hatte ich in der letzten Woche sehr viel Glück mit meinem Handy, welches mir ein paar Tage lang konstant „kein Netz“  angezeigt hat und ich somit für niemanden erreichbar war & somit musste ich mir was einfallen lassen.  Auf Grund dessen wurde mir dann nach zahlreichen Nachfragen von einer netten Samsungmitarbeiterin per Skype berichtet, dass es gar kein Problem sei und ein wohl häufiger auftretende Defekt dieser Reihe & es in zwei Tagen zu beheben sei – Haken an der Sache: mein Standort.
Da das Problem des Simkartenslots nicht durch mich zu beheben war musste ich mich wohl oder übel auf die Suche nach einem neuen Handy machen & dies habe ich dann mit Elisa (ok, Benny hat uns dann am Ende am Meisten geholfen) getan.
Letztendlich ist die Wahl dann auf ein iPhone 5 in weiß gefallen. So, eigentlich schien das Problem damit komplett gelöst  - SCHIEN so.
Ich habe bei sowas aber einfach immer Glück und so kam es, dass DER Akku (Fettgeschrieben, weil mir von gefühlt der halben WG gesagt wird, dass es der Akku und nicht das heißt & jetzt passe ich mich eben an und schwimme mit dem Strom und sage der Akku) des iPhones kaputt war und ich dann ein neues bekommen sollte am nächsten Tag – habe ich dann auch, aber leider war bei diesem der Ein und Ausknopf kaputt (ich sag ja, ich hab Glück bei sowas), dieses Problem wurde mir dann aber auch behoben und nun habe ich ein nagelneues iPhone 5 und ich bin sehr froh mit meiner Entscheidung.

Die letzten zwei Wochenenden waren auch sehr schön und das eine auch vor allem durch meinen Geburtstag für mich besonders.
Fangen wir mit dem ersten Wochenende an – das Wochenende meines Geburtstags. Da ich samstags Geburtstag hatte, sind wir Freitagsabends noch spontan in den Tesco um dort Bier zu kaufen und gemeinsam ein bisschen reinzufeiern. So gegen halb elf  kam es aber zu einer Planänderung und sechs Mädels (einschließlich mir) hatten Bock
 tanzen zu gehen und dementsprechend haben wir uns dann auf Fahrräder geschwungen und sind zu einer Bar gefahren (haben um 00:00 dann am Highway an der Ambulancestation angehalten und angestoßen hihi). 
Waren dann noch ein bisschen in einer Bar und sind dann relativ früh wieder nach Hause, weil die Bars (einschließlich Karaokebars ) so früh schließen.
Am nächsten Morgen sind Elisa und ich dann erst noch ins Fittnessstudio und danach hat mich meine WG mit Geburtstagskuchen und ein paar sehr süßen Kleinigkeiten überrascht (Danke nochmal für alles hihi) und wir sind nach der Stärkung zusammen mit ein paar Thais zu einem Badesee in der Nähe gefahren und abends dann in ein All you can eat Hot Pot Restaurant gefahren & haben den Abend in einer Bar ausklingen lassen.
Alles in allem kann ich sagen, dass ich mir keinen schöneren und lustigeren 19. Geburtstag hier in Thailand hätte vorstellen können.
Der Sonntag wurde erstmal ausgeschlafen und abends hat Gregor für uns italienisch gekocht (Nudeln mit Tomatensauce und Scampis – seeehr lecker).

Das letzte Wochenende haben wir Besuch von sieben Freiwilligen aus Chiang Rai bekommen, darunter drei flexible Freiwillige die jeweils nur für drei oder sechs Monate in Thailand bleiben.
Am Samstag waren wir gemeinsam an einem Affentempel und haben die Abende gemeinsam verbracht.
Sonntagabend wurde dann wieder europäisch gekocht und diesmal gab es Kartoffeln mit Kräuterquark <3



Eigentlich hatte ich vor meinen Blogpost schon Montagmorgen online zu stellen, aber leider bin ich seit zwei Tagen krank und liege nur im Bett und habe auf Grund dessen kein WLAN um diesen online zu stellen - ich hoffe es ist zu verzeihen haha. 

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